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1. Beschreibung:
Die Firma Richard Glässer, Seiffen, bestimmte wesentlich die Entwicklung
erzgebirgischer Musikspieldosen, die heute einen unverzichtbaren Bestandteil
gefragter, typischer Volkskunsterzeugnisse bilden. Die Motive haben wir
anhand alter Erzählungen oder Bräuche ausgewählt, und Sie erkennen an den
handgefertigten Spieldosen die unverwechselbare Firmenhandschrift. Die Figuren sind aus
einheimischen Hölzern hergestellt und, typisch für das Seiffener
Kunsthandwerk, aus gedrechselten Formen zusammengesetzt und bemalt. In einen
handwerklich hergestellten Dosenkörper wird ein mechanisches Spielwerk
eingebaut. Die Resonanz läßt sich durch Konstruktion, Material und Holzwuchs
beeinflussen. Eine Achse verbindet die Laufscheibe mit dem Spielwerk und
setzt diese nach dem Uhrwerksprinzip in eine Drehbewegung. Mit der Spieldose
erzählen die Erzgebirgler eine Geschichte, wie z.B. die Geburt des
Christkindes, das Adventssingen der Seiffener Kurrendekinder und Märchen.
2. Bei der Kaufentscheidung ist bitte zu beachten:
Für unsere hochwertigen Spieldosen verwenden wir mechanische Schweizer
Musikwerke der Marke "ROMANCE". Musikspielwerke dieser Art sind
feinmechanische Erzeugnisse. Mittels eines Federwerkes wird eine Walze
angetrieben. Auf der Walze sind Stifte angebracht, deren besondere Anordnung
die Vertonung der angegebenen Melodie ermöglichen, indem sie einen gestimmten
Kamm anreißen. Das Uhrwerk mit mehreren Getrieben und mit Regulierung gibt
Laufgeräusche ab, die diesen Werken eigen sind. Das Spielwerk unterliegt beim
Gebrauch einem Verschleiß, wodurch sich auch die Klangwiedergabe verändern
kann. Mechanische Spielwerke entwickeln einen metallischen Klang, der uns an
Melodien längst vergangener Kindertage erinnert. Die strengen Produktions-
und Qualitätsmaßstäbe schließen nicht aus, daß das Musikwerk den Charakter
eines einfachen Musikinstrumentes besitzt und jedes Werk seine eigenen
Besonderheiten haben darf.
Mit der Entscheidung für den Kauf einer Musikspieldose mit mechanischem Werk,
verzichtet man bewußt auf die Anforderungen einer modernen Musikwiedergabe.
3. Wartung und Pflege:
Mechanische Musikspielwerke des verwendeten Fabrikates sind im Prinzip
wartungsfrei. Sie sollten nicht überzogen und nicht mit straff aufgezogenem
Werk (stark gespannte Feder) abgestellt und gelagert werden. Auf die Laufscheibe
dürfen keine äußeren Kräfte einwirken, da sonst die Gefahr des Verbiegens der
Achse besteht. Beim Aufziehen bewegt sich die Laufscheibe
konstruktionsbedingt in rückwärtige Drehrichtung. Bitte halten Sie die
Scheibe nicht fest, da sich in diesem Fall die aufgeschraubte Plattform der
Laufscheibe vom Gewinde der Achse löst. Sollte dies trotzdem einmal passiert
sein, ziehen Sie einfach das Werk bis zum Anschlag auf. Drehen Sie die
Laufscheibe zurück. Am Ende des Gewindeganges wird die Laufscheibe mit
leichtem Druck festgezogen. Danach ist die Feder des Spielwerkes durch
Abspielen wieder zu entspannen. Sollte sich die Musik nach geraumer Zeit
verlangsamen, kann mit einem Tropfen Feinmechanik-Öl ins Getriebe
nachgeholfen werden. Für die Mechanik des Spielwerkes geben wir bei
sachgerechter Handhabung die gesetzliche Garantie. Der Hersteller bezieht den
Klang und die Wiedergabe nicht in die Garantieleistung ein. Garantieansprüche
sind bitte beim Händler, bei dem Sie die Spieldose gekauft haben, anzumelden.
Heben Sie bis Ablauf der Garantiezeit Ihren Kaufbeleg und den Packzettel gut
auf, und reichen Sie diese im Garantiefall unbedingt mit ein.
4. Was man noch von Musikspielwerken wissen sollte:
Musikspielwerke werden in der Schweiz seit 1865 in den vielfältigsten
Ausführungen hergestellt. Ein Unterscheidungsmerkmal ist die Stimmbreite.
Gegenwärtig werden hauptsächlich 18-, 28- und 36stimmige Spielwerke
eingebaut. Angeboten werden aber auch 22- und 50stimmige oder darüber hinaus.
Die mechanischen Musikspielwerke können eine Antriebsachse, die in
vorangeschilderter Art und Weise eine Laufscheibe antreibt. 18stimmige Werke
drehen im Uhrzeigersinn, 28stimmige entgegen. Manche sind aber auch nur für
die Klangwiedergabe gedacht. Den Lauf eines Spielwerkes kann man in vielen
Fällen durch eine Stoppeinrichtung anhalten. Häufig wird ein einfacher
Metall- oder Holzstab benutzt, der in das Hemmwerk eingeschoben wird und das
Werk damit zum Halten bringt.
Wir danken für Ihr Interesse, Ihre
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